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Kommunales ökologisches Grünflächenmanagement

Kommunales ökologisches Grünflächenmanagement

Projektzeitraum: 01.01.2020 - 30.06.2021
Projektinitiator: Zugspitz Region GmbH
Gesamtkosten: 30.819,98 €
Förderfähige Kosten: 18.491,98 €
Fördersatz: 60 %
Status: befürwortet, noch nicht in Umsetzung

Seit Ende 2018 hat die Zugspitz Region GmbH in Zusammenarbeit mit dem Klimaschutzmanager des Landkreises Garmisch-Partenkirchens den Arbeitskreis „Blühender Landkreis" etabliert. Zu den bisher drei erfolgreichen Veranstaltungen im Oktober 2018 und im Februar und im Mai 2019 kamen jeweils über 50 interessierte Gäste, die mit dem Thema Blühflächen und Artenvielfalt befasst sind. Von Landwirten und Imkern über Vertreter der Verwaltung (Straßenbauamt, Wasserwirtschaftsamt, Forst, AELF, Landratsamt/UNB) und politischen Vertretern sowie Bürgermeistern aber auch Lehrer, Bildungseinrichtungen, Naturschutzverbände und Kirchen konnte ein breites Fachpublikum gewonnen werden. Inhalte der Veranstaltungen sind Fachvorträge sowie der konstruktive Austausch zu Themen der Artenvielfalt. Aus der Veranstaltung heraus entwickelt die Zugspitz Region GmbH zukünftige Projekte, wie auch das vorliegende Projekt der Bauhofschulungen

Das Projekt widmet sich der Anlage und Pflege von naturnahen und regionaltypische Grünflächen im öffentlichen Raum und leistet damit einen wertvollen Beitrag zur Erhöhung der Biodiversität, des Artenschutzes sowie der regionaltypischen Gestaltung des öffentlichen Raumes. Naturnahes Grün auf öffentlichen Flächen sind meist kleinteilige, aber wertvolle Standorte für einheimische Blütenpflanzen, die den öffentlichen Raum bereichern und wichtige Elemente für die Artenvielfalt darstellen. Die Bauhöfe der Kommunen sollen geschult werden, solche Flächen in Abhängigkeit von den jeweiligen Standortbedingungen (Bodenart und –struktur, Lichtverhältnisse ggf. Hangneigung bei Böschungen) selbständig anzulegen bzw. die Bewirtschaftungsweise von Flächen, die ein entsprechendes Entwicklungspotential aufweisen, anzupassen. Pflege bedarf angepasster Maßnahmen, die von der gängigen Grünpflege durch die Bauhöfe abweichen. Hierzu gehört auch die Verfügbarkeit von passenden Mähgeräten und Möglichkeiten zur Entsorgung des Mähguts. Das Projekt sieht eine Konzeption für die Anlage und Pflege von naturnahen öffentlichem Grün unter Verwendung von regionaltypischen (autochthonen) Blühpflanzen vor. Die im Fokus stehenden Schulungsmaßnahmen für Mitarbeiter/innen der kommunalen Bauhöfe sollen im gesamten LAG-Gebiet stattfinden. Diese Schulungen durch Experten und Expertinnen gewährleisten eine fachgerechte Anlage sowie geeignete Pflegemaßnahmen. Die Aktivitäten werden zum Teil gemeindeübergreifend durchgeführt, so dass das gemeinsame Lernen und der Erfahrungsaustausch zwischen benachbarten Kommunen zu deren stärkeren Vernetzung führen. In weiteren vernetzenden Gesprächen mit Naturschutzverbänden, dem Straßenbauamt und der Straßenmeisterei ergab sich, dass eine Teilnahme der Mitarbeiter der Straßenmeistereien an den Schulungen sinnvoll ist. Dies kann zu einer verbesserten Kommunikation zwischen den Kommunen und der Straßenmeisterei führen.

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