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Bürgerengagement

Andachtsstätte "Eremit Bruder Konrad"

Andachtsstätte "Eremit Bruder Konrad"

Projektzeitraum: 03.08.2020 - 31.12.2021
Projektinitiator: Interessensgemeinschaft "Bruder Konrad" Wurmansau
Gesamtkosten: 10.000,00 €
Förderung: 2.500,00 €
Status: befürwortet, noch nicht in Umsetzung

Es ist geschichtlich überliefert, dass der Bruder Konrad, der bei der Bevölkerung großes Ansehen genoss, in einem Einöd zwischen Wurmansau und Kraggenau lebte. In der Nähe des Bichelschweitzer Hofes wurde er um 1676  von Streunern erschlagen. Nach Überlieferungen transportierten Bauern seinen Leichnam auf einem Ochsenkarren und Bruder Konrad wurde dort beerdigt, wo die Ochsen stehen blieben, nämlich im KLausenpeunt unterhalb des Bichlschweitzers. Ca. 100 Jahre später wurde dort dann die Konradseiche gepflanzt. Diese Eiche war bei der Fällung im Jahr 1942 170 Jahre alt und hatte einen Durchmesser von 1,40 m. Die Geschichte des Bruders Konrad wird zwar auf einem Altarbild in der Kapelle in Wurmansau dargestellt, trotz allem soll vermieden werden, dass sie in Vergessenheit gerät. Daher soll an diesem geschichtsträchtigen Ort eine Gedenkstätte errichtet werden.

Hierzu ist geplant an dem überlieferten Ort einen Gedenkstein mit einem Halbrelief in Stein gemeißelt zu errichten sowie eine neue Eiche (wie überliefert) zu pflanzen. Unter dieser soll dann eine Bank aufgestellt werden. Des Weiteren ist eine Infotafel mit QR-Code vorgesehen, auf der die Geschichte des Bruders Konrad erzählt wird.

Folgende Eigenleistungen sind im Rahmen der Einzelmaßnahme geplant:

  • Planung und Gestaltungsgrundlagen der Maßnahme in Zusammenarbeit mit den verschiedenen Institutionen
  • Schaffung der forstwirtschaftlichen Gegebenheiten
  • Schaffung des Zugangs zu der Gedenkstätte mit Erdarbeiten
  • Gestaltung des Gedenksteins, Baum, Bank und Infostation

Bei der Planung der Maßnahme wird auf nachhaltige, unterhaltsarme Elemente sowie witterungsbeständige Materialien wert gelegt. Ferner ist geplant, dass mittels des QR-Codes eine Art Audioguide installiert wird, damit die blinden- und sehbehinderten Besucher des Aurahotels, dass sich in unmittelbarer Nähe befindet, sich auch über die Geschichte des Bruder Konrads informieren können. Es erfolgt somit eine Ergänzung zum Ertasten des Gedenksteins. Die Errichtung der Gedenkstätte besitzt in Wurmansau eine hohe Priorität. Der nötige Unterhalt wird von der Interessengemeinschaft „Bruder Konrad“ in Wurmansau sichergestellt. Dieser gehören derzeit ca. 25 Personen an. Die Gemeinde Saulgrub steht dem Vorhaben positiv gegenüber und unterstützt dieses in dem sie das entsprechende Grundstück zur Verfügung stellt.

Mit der Umsetzung der Maßnahme wird eine weitere kulturelle Anlaufstelle im Ammertal geschaffen, die von Touristen als auch von Einheimischen barrierefrei genutzt werden kann.

 

Fotos: Stefan Herterich

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